Schlittenhunde Tageskurs: Erste Erfahrungen als Musherin

getestete Erlebnisse

Musher wird die Person genannt, welche auf den Kufen steht und die Schlittenhunde führt.

An einem nebligen Samstagmorgen durfte ich zusammen mit meiner besten Freundin einen Schlittenhunde Tageskurs im Kanton Glarus testen und erste Erfahrungen als Musherin sammeln.

In Mollis angekommen begrüsste uns der Kursleiter Stefan und überprüfte die Anwesenheit aller Teilnehmer/-innen. Die Gruppe teilte sich auf drei Autos mit 4×4 Antrieb auf und fuhr Stefan nach Richtung Amden Arvenbühl.

Im Schnee angekommen ging es auch gleich los. Zuerst erkundigte sich Stefan nach unserem bereits vorhandenen Wissen bezüglich Schlittenhunden. Was zögerlich begann, endete in einem offenen Gespräch, bei welchem jeder, der wollte, seinen Beitrag leisten konnte. Der Kursleiter lies uns an seinem riesigen Wissen bezüglich Schlittenhunden teilhaben und nannte eindrückliche Zahlen über Geschwindigkeiten, gerannte Kilometer und Futterverzehr, die ich mir beim besten Willen nicht merken konnte. Was ich mir allerdings merken konnte, war, dass es für Schlittenhunde ein eher milder, wenn nicht sogar zu warmer Tag war. Es war um die 3 Grad Celsius warm an besagtem Samstag und auch die Sonne versuchte ein wenig ihr Glück. Für die Huskies bedeutete dies keine optimalen Bedingungen, wo sich doch erst bei -5 bis -10 Grad Celsius auf Hochtouren kommen und ihre Bestleistungen abrufen können.

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… höchste Zeit, die Huskies kennenzulernen!“

Nach dem Theorieinput ging es an die Arbeit, die Kursteilnehmenden packten an und luden die Schlitten ab, bereiteten die unterschiedlichen Seile vor und schleppten das gesamte Material vom Auto in den Schnee. Stefan erklärte Schritt für Schritt was, wo, wie zu befestigen war und kontrollierte unsere Arbeit. Als die Schlitten bereit waren, ging es zum schönsten Teil über: Die Hunde! Aber zuerst musste noch ein Stake-Out auf der nahe gelegenen Fläche installiert werden. Das ist eine Art Vorrichtung, um mehrere Hunde auf einer Wiese oder etwas ähnlichem zu befestigen. Den Anfang befestigten wir an einem umgestürzten Baum und danach machten wir in regelmässigen Abständen Befestigungen im Schnee fest. Nachdem dies erledigt war, führten wir Hund für Hund vom Auto zum Stake-Out und befestigten diese dort. Nun war es an der Zeit, die Huskies kennenzulernen, sprich ihnen die personalisierten Zuggeschirre überzuziehen, mit ihnen zu spielen und zu kuscheln. Sie hatten mindestens so viel Freude mit uns, wie wir mit ihnen. Wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann, konnte ich von den süssen Vierbeinern nicht genug bekommen.

„Schlittenhunde fahren bedeutet Teamarbeit!“

Stefan kennt seine Hunde natürlich alle beim Namen und mit ihren Macken, weshalb er sich gut überlegte, welchem Paar er welche Hundekombinationen zuteilte. Vor jedem Schlitten wurden 2-3 Hunde, dies je nach Gewicht der Teilnehmer, befestigt. Zuvorderst war Stefans Frau Severine mit ihren Hunden und führte so die Kolonne an. Die Gruppe teilte sich auf und wechselte sich so mit dem Schlittenfahren ab. Es waren aber stets beide Teilnehmer gefordert; Schlittenhunde fahren bedeutet Teamarbeit. Als alle Musher ihren Bauchgurt am Schlitten befestigt hatten und somit bereit waren, wurde das Kommando gegeben und es ging los. Abwechslungsweise fuhren wir eine Strecke von ca. 1 Km um ein kleines Waldstück. Während wir abwärts bremsen mussten, war beim Anstieg am Schluss auch die eigene Beinkraft zur Unterstützung der Huskies gefordert.

Nach insgesamt vier Runden, war Zeit für eine Pause – für die Hunde und für uns. Die Huskies wurden wieder am Steak-Out befestigt und wir kümmerten uns um das Fondue. Auch während der Pause blieb immer mal wieder Zeit, die Hunden zu streicheln. Nach dem Essen und einem Glas Wein, durften alle nochmals eine Runde fahren; danach war Schluss, denn es hatte begonnen zu schneien. Wir bauten alle Einzelteile der Schlitten auseinander, verstauten diese im und auf dem Auto, zogen den Hunden die Zuggeschirre aus und versorgten die Bauchgürtel. Danach führten wir die Hunde zurück in ihre Boxen und bauten auch das Steak-Out wieder auseinander.

„Das Leben besteht aus Tagen, an die man sich erinnert!“ – John Irving

Zeit Abschied zu nehmen! Nach einigen letzten Kuscheleinheiten und Erinnerungsfotos verabschiedeten wir uns schweren Herzens von den liebenswürdigen Vierbeinern.

Geschafft, aber überglücklich ging einer der allerschönsten Tage meines bisherigen Lebens zu Ende und wir machten uns auf den Weg zurück in den Regen. Keine Woche später erhielt ich bereits Post von Stefan mit einer DVD voller toller Fotos und Videos vom Schlittenhunde Tageskurs. Ausserdem erhielt jeder Teilnehmende ein persönliches Zertifikat für den absolvierten Kurs mit dem Zitat „Das Leben besteht aus Tagen, an die man sich erinnert!“ und ich gebe zu, ich könnte es nicht besser sagen…

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Schlittenhund Tageskurs

Husky Erlebnis für 1 Tag

 

CHF 395.-

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