Eine Nacht hinter Gittern im Knasthotel

Erlebnisgeschenke, getestete Erlebnisse

Hast du etwa noch nie im Leben eine Nacht hinter Gittern verbracht? Im Knasthotel Barabas in Luzern kannst du das nachholen – und erst noch mit richtig viel modernem Komfort! Weiche Betten, tolle Einrichtung und eine freundliche Atmosphäre verwandeln die Übernachtung im umgebauten Zentralgefängnis in ein unvergessliches Erlebnis.

Knasthotel_Luzern_Übernachtung_Barabas

Der Nebel ist so dicht, dass ich und mein Komplize unsere Hände vor Augen nicht sehen. Perfekt, schliesslich soll unser gelbes Fluchtfahrzeug so unentdeckt wie möglich bleiben. Unsere Route nach Luzern führt uns über Land, durch dichte Nadelwälder, vorbei an regenverhangenen Seen und stillen Geisterdörfern. Unser Ziel? Das ehemalige Gefängnis Barabas, wo ein Insasse vor langer Zeit einen gigantischen Schatz versteckt haben soll. Und genau den holen wir uns jetzt.

In Luzern spähen wir um die Häuserecke auf den Eingang des Hotels. Nur noch ganz leicht ist zu erahnen, was sich früher hinter den hohen Mauern verborgen hat: Heute erwarten mich und mein Komplize trotz grauem Regen ein freundliches Interieur und noch freundlichere Angestellte. Aussen altehrwürdig, innen warm, farbig und modern. Das Hotel pflegt eine unkomplizierte und angenehme Atmosphäre. Aber wir dürfen uns nicht ablenken lassen, wir haben schliesslich eine Mission.

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Als erstes durchsuchen wir unser Zimmer. Beim Anblick der rustikalen Gefängnistüren könnte einem Angst und Bange werden, würde sich dahinter nicht ein schönes Zimmer mit eleganter Einrichtung offenbaren. Die Gitterfenster und Steinmauern sind die einzigen Elemente, die an die Vorgeschichte des Hotels erinnern. Unangenehm ist dies jedoch gar nicht, eher spannend. Und das Zimmer ist wunderbar sauber, modern und äusserst komfortabel.

 

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Auf Verbrecher-Mission ist es doch immer auch eine willkommene Überraschung, wenn man ein schönes Hotel kennenlernen darf. Wir streichen durch die verlassenen Gänge, horchen an den schweren Zellentüren und versuchen, dem Geheimnis des Schatzes auf die Schliche zu kommen. Im  „Sleep behind bars“-Bag, den wir bei Einchecken erhalten haben, tragen wir Lupe und Funkgeräte auf uns. 

Die Ausstellungen an den Wänden erzählen uns die Geschichte des Hotels: Das historische Zentralgefängnis ist 1862 erbaut worden und hat noch bis 1998 als Gefängnis gedient. 

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Unsere Suche führt uns auch in die Nachbarschaft des Hotels, wo wir uns während knallharter investigativer Recherche mit asiatischem Essen und eiskaltem Bier stärken. Kann ja niemand klar denken, so mit leerem Magen. Nach einer ausgiebigen Runde Billard verschieben wir die Schatzssuche auf den nächsten Tag und kuscheln uns in die warmen, weichen Knast-Betten. Hier lässt es sich wirklich gut aushalten.

Der nächste Morgen ist immer noch regnerisch und düster, perfekt. Wir nutzen den einladenden Speisesaal, um ein paar andere Gäste zu befragen und sie bei einem herzhaften Buffet haargenau zu beobachten. Ist das Blut oder Marmelade, was der jungen Dame dort drüben von der Bluse tropft? Der Anzug des Kellners wirkt etwas gar teuer, hat er den Schatz etwa bereits gefunden? Ein älterer Herr wirkt äusserst verdächtig. Nervös schielt er immer wieder zu unserem Tisch und verlässt den Speisesaal, obwohl noch ein ganzes Lachsbrötchen auf seinem Teller wartet. Wir springe auf, folgen ihm und lassen ihn nicht aus den Augen. Er hastet nach draussen und versucht noch krampfhafter als wir, unauffällig zu wirken.

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Auf der knarzenden Kapellbrücke schaffen wir es endlich, ihn zur Rede zu stellen: Die rauschende Reuss unter uns, der Regen um uns und der schwarze Himmel über uns. Wie vermutet ist der Herr ebenfalls auf der Suche nach dem Schatz. Er würde uns die Hälfte davon abgeben, wenn wir ihm helfen, ihn aus dem Versteck zu holen. Klingt vernünftig. Wir ziehen uns in ein warmes Kaffee zurück, um den genauen Plan zu besprechen. Mein Herz klopft vor lauter Aufregung ganz wild. Wobei: Wäre es so schlimm, wenn wir erwischt werden? Gefängnisse sind, wie ich gerade gelernt habe, überraschend gemütlich.

Am Nachmittag setzt sich der knallgelbe Bus wieder in Bewegung. Unter dem Rücksitz scheppern die Goldmünzen und Diamanten leise aus dem braunen Sack, als die Räder über einen Randstein holpern. Das Auto blinkt, biegt auf die Hauptstrasse ab und verschwindet langsam im Getümmel des Verkehrs. Die Wolken reissen auf, sanft scheinen die Sonnenstrahlen durch die frischgewaschene Luft. 

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Eine Nacht Hinter Gitter im Knasthotel

Eine Übernachtung im Hotel Barabas in Luzern für zwei Personen inkl. Frühstück. 

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Lea

Lea

Als Medienwissenschaftlerin und Journalistin vertextet und fotografiert Lea unsere Produkte und sorgt im Geschenkmagazin für Inspiration. In ihrer Freizeit geht die Winterthurerin gerne mit Freunden auf die Gasse, malt, hört Konzerte oder entdeckt die Welt ausserhalb der Landesgrenzen.

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